CRAMER-KLETT-PLATZ

Benannt nach THEODOR FREIHERR VON CRAMER-KLETT, von 1847 bis 1884 Leiter der Dampfmaschinenfabrik Klett & Comp., der späteren Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG (MAN).

Rund um den zentralen Cramer-Klett-Platz entstand zwischen 1896 und 1906 in drei Bauphasen die Siedlung, so entwickelten sich in den Jahren insgesamt 136 Häuser mit 148 Wohnungen.

Um Eintönigkeit zu meiden, bekam jede Familie einen eigenen Hauseingang und individuell gestalteten Garten. Auch unterschieden sich die Häusertypen der Eck-, Doppel- und Vier-Familienhäuser, um für eine Abwechslung in der Siedlung zu sorgen, die bis heute währt.

Ihr Grundriss gleicht einem Rechteckraster, die Straßen verlaufen parallel zueinander. Während der Planungsphase rückten die am Entwurf Beteiligten jedoch von der strengen Symmetrie ab, um sich eher am Vorbild eines organisch gewachsenen Dorfes aus der vorindustriellen "heilen" Zeit zu orientieren.

Die ursprünglich als gerade geplante Straße, die mitten durch die Siedlung führte, verwandelten sie in eine leicht geschwungene Straße, und der Cramer-Klett-Platz lag auch nicht mehr haargenau in der Mitte der Kolonie.